Antirassistische Initiative Münster http://initiativems.blogsport.de Thu, 08 Nov 2018 12:54:03 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 100 Jahre Abschiebehaft – 100 Jahre unschuldig im Knast http://initiativems.blogsport.de/2018/10/26/100-jahre-abschiebehaft/ http://initiativems.blogsport.de/2018/10/26/100-jahre-abschiebehaft/#comments Fri, 26 Oct 2018 09:33:05 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2018/10/26/100-jahre-abschiebehaft/

Mo. 12.11.2018, 20Uhr im Demokratisch-kurdischen Gesellschaftszentrum (DKGZ) (Wolbecker Str.1/Servatiiplatz, 1.Etage)

In ganz Deutschland werden immer mehr Abschiebeknäste errichtet. In Dessau wird eine ehemalige JVA umgebaut. Die Landesregierung NRW hat gerade erst beschlossen Deutschlands größte Abschiebehaft, die UfA Büren, weiter auszubauen. Obwohl bereits zwei Haftanstalten existieren, plant Bayern zwei weitere – jeweils größer als Büren. Doch wer glaubt, Abschiebe-haft sei ein eher jüngerer Trend, irrt, denn sie hat eine lange Geschichte in Deutschland. Bereits 1919 wurde die Abschiebehaft in das staatliche Repressionsinstrumentarium gegen nicht er-wünschte Menschen aufgenommen. Damaliges Ziel: Jüd_innen

Die Initiative 100 Jahre Abschiebehaft wird diese Geschichte in ihrem Vortrag näher beleuchten und dabei sowohl auf die antisemitischen Ursprünge als auch ihre heutige rassistische Praxis eingehen. Der Vortrag ist Teil einer Kampagne zum einhundertjährigen Bestehen und gegen das Fortdauern der Abschiebehaft in Deutschland, die am am 31.8.2019 in einer Großdemonstration in Paderborn gegen Abschiebehaft münden wird.

Eintritt ist kostenfrei
im Rahmen der kritischen O-Wochen Münster; aber auch Nicht-Studierende sind herzlich willkommen

veranstaltet von der antirassistischen Initiative Münster
mit Unterstützung des Eine Welt Netz NRW

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Veranstaltungsreihe „Tatort Europa: Abschiebung – Entrechtung – Abschottung“ http://initiativems.blogsport.de/2017/11/15/veranstaltungsreihe-tatort-europa-abschiebung-entrechtung-abschottung/ http://initiativems.blogsport.de/2017/11/15/veranstaltungsreihe-tatort-europa-abschiebung-entrechtung-abschottung/#comments Wed, 15 Nov 2017 21:00:52 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2017/11/15/veranstaltungsreihe-tatort-europa-abschiebung-entrechtung-abschottung/

30.11.17 Asylrechtsverschärfungen: Entrechtung am Fließband
19.30 Uhr Stadtbücherei, Alter Steinweg 11
Referent_in: Kirsten Eichler, GGUA Flüchtlingshilfe

Seit dem Sommer 2015 gab es eine Vielzahl an neuen Gesetzen und Veränderungen im Asylrecht. In der Regel brauchen Gesetzesänderungen Monate meist sogar Jahre bis diese verabschiedet werden und in Kraft treten. Anders wenn es um Geflüchtete geht. In den letzten zwei Jahren gab es zahlreiche Neuerungen im deutschen Asylrecht, die im Eilverfahen durch Bundestag und Bundesrat gingen.Der Großteil dieser Gesetzesverschärfungen dient der Entrechtung von Schutzsuchenden. Der Vortrag legt diese Entwicklung dar und möchte dessen Folgen für die Praxis erläutern.

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05.12.17 Leben in der Illegalität – Umkämpfte Räume in der Stadt
19.30 Uhr Stadtbücherei, Alter Steinweg 11
Referent_innen: Open Borders Osnabrück

Nach den Wahlen stehen weitere Asylrechtsverschärfungen vor der Tür, und im Hintergrund das Gespenst „Dublin IV“. Viele Menschen werden sich der Abschiebung entziehen. Hinzu kommen Migrant*innen aus der Peripherie Europas, denen der Anspruch auf Sozialhilfe gestrichen wurde. Die soziale Zusammensetzung der Städte wird sich verändern.

In den USA haben sich, nicht zuletzt aufgrund der Selbstorganisation der 11 Millionen illegalisierten Migrant*innen, viele Städte zu „Sanctuary Cities“ erklärt. So auch in Kanada, und die Initiative für eine „Solidarity City“ in Toronto ist für eine Reihe von Initiativen hier in Deutschland zum Modell geworden. Die Sozialgeograpbie spricht von „Urban Citizenship“ und von einem „Re-Scaling“ der sozialen Bezugsorte.

Wir sehen Solidarity Cities eher als Räume, in denen soziale Kämpfe ihr Terrain erobern und sich miteinander vernetzen mit dem Ziel, die materiellen und sozialen Ressourcen der Stadt für Alle zugänglich zu machen.

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22.01.18 Kämpfe um Dublin – Entwicklungslinien und Aktualität
19.30 Uhr Stadtbücherei, Alter Steinweg 11
Referent_in: Judith Kopp, Pro Asyl

Im Vortrag werden der Entstehungkontext der Dublin-Verordnung und zentrale Auseinandersetzungen um die europäische Asylzuständigkeitsregelung erläutert. Die Aktualität von Dublin III wird anhand der Situation in unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten, den Folgen für Geflüchtete und aktuellen Kämpfen um die Durchsetzung des inhumanen und unsolidarischen Asylzuständigkeitssystems diskutiert.

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Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist selbstverständlich kostenfrei.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von ‚antirassistische initiative münster‘ in Kooperation mit dem ‚Don Bosco Aktionsnetzwerk‘ und dem ‚Eine Welt Netz NRW‘.

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08.04. International Roma Day: TAKE BACK THE FUTURE! http://initiativems.blogsport.de/2017/03/30/08-04-international-roma-day-take-back-the-future/ http://initiativems.blogsport.de/2017/03/30/08-04-international-roma-day-take-back-the-future/#comments Thu, 30 Mar 2017 19:32:43 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2017/03/30/08-04-international-roma-day-take-back-the-future/ auf dem Sprickmannplatz in Münster-Kinderhaus, ab 14 Uhr

Zusammen mit den Städten Essen und Berlin feiern wir in Münster den 08.04. auf dem Sprickmannplatz in Münster-Kinderhaus. Es wird geben Livemusik, Tanz und viel Information zur Situation der Roma in Deutschland und in Europa.
Seit dem ersten internationalen Tag der Rom*nja am 08.04.1971 erhebt sich der Widerstand gegen Angriffe auf romani Leben und Identitäten und der Internationale Tag der Rom*nja wird gefeiert. Auch in diesem Jahr nehmen wir diesen Tag zum Anlaß, um für eine selbstbestimmte, menschenwürdige Zukunft zu streiten. In Solidarität mit allen Geflüchteten* fordern wir:
TAKE BACK THE FUTURE!

Veranstaltet von OPRE.ROMA Kinderhaus
http://opre.roma-kinderhaus.de/

*Aufruf*:

Während manche planen können, wie ihre Leben verlaufen sollen und darüber nachdenken dürfen, welchen Beruf sie wählen, wo und wie sie leben möchten, können andere nur hoffen, eines Tages diese Freiheiten zu haben. Für genau diese Hoffnung kämpfen diese meist in unwürdiger Unterbringung einen bürokratischen Kleinkrieg. Kettenduldungen oder kalte, überfüllte, provisorische Zelte als Wohnorte, unfaire verkürzte juristische Prozesse, gezielte Desintegration und un die tagtägliche Angst vor nächtlicher Abholung zur Abschiebung sind bundesdeutsche Realität.

Nach Zahlen des Flüchtlingsrates wurden im ersten Halbjahr 2016
dreizehntausendsiebenhundertdreiundvierzig
Menschen abgeschoben, davon
fünftausendsiebenhundertsechsundsiebzig
in angeblich »sichere Herkunftsstaaten«. Dreizehntausendsiebenhundertdreiundvierzig, das sind nicht numerisch, sondern menschlich gesehen eins + eins + eins + eins + eins … und so weiter. Menschen, unterschiedlich in Alter und Geschichte. Gleich in der Hoffnung, dem Zustand der Rechtlosigkeit zu entfliehen. Von einem Tag zum nächsten leeren sich Schulbänke, Kolleg*innen und Nachbar*innen sind nicht mehr aufzufinden. Menschen, die sich nicht »freiwillig« in die angeblich »sicheren« Herkunftsstaaten des Westbalkans abschieben lassen, werden mit einem mehrjährigen Einreiseverbot belegt: Familien, deren Kinder hierzulande geboren sind, die niemals etwas anderes sahen als dieses Land, werden in den Kosovo, nach Mazedonien, nach Serbien oder nach Bosnien und Herzegowina verbracht.

Dabei ist der Begriff des »Wirtschaftsflüchtling« nur ein rhetorisches Mittel, um ihre Verfolgung und damit reale Fluchtgründe zu ignorieren, schlimmer noch: sie zu verunglimpfen. Das Recht auf Asyl sollte ideengeschichtlich Menschenleben schützen, aber heute bewertet und hierarchisiert es Leid.

Berichte der Bewohnenden belegen die Verletzung der Menschenwürde und -rechte in den Lagern in Deutschland. Auch Studien weisen die fortgesetzten Verletzungen von Menschen- und Kinderrechten nach. Ebenso sind die unwürdigen Situationen in den Herkunftsstaaten nachgewiesen. Dort, wo es angeblich sicher sein soll, ist zumindest für Minderheitenangehörige wie zum Beispiel Rom*nja die Situation absolut lebensgefährlich. Auch mittellosen Angehörigen der Bevölkerungsmehrheiten fällt das Überleben schwerer, politisch Aktive oder von Gewalt bedrohte Frauen und Kinder oder nicht normativen Konzepten Folgende oder oder… finden viel weniger Zufluchten, als hier. »Sicher« ist daher nur, dass wir die Sicherheitsvorstellungen der Bundesregierung nicht hinnehmen können.

Mit den Bestrebungen, ebenfalls Gebiete in Afghanistan und dem Irak als »sicher« einzustufen, sind auch 2017 viele Abschiebungen und verkürzte Asylverfahren zu erwarten. Auch andere Länder werden folgen und ebenfalls auf der Liste der »sicheren Herkunftsstaaten« landen. Der Begriff ist ein migrationspolitisches Instrument, das die Wirklichkeit auf den Kopf stellt, um die Flüchtenden pauschal abzuweisen. Folgen sollen zum Beispiel Tunesien, Marokko und Algerien. Mit zahlreichen Staaten wird über sogenannte Rücknahmeabkommen verhandelt, unter eindeutigen Drohungen, im Verweigerungsfall die Entwicklungshilfe zu kürzen und Wirtschaftsbeziehungen zu beenden. Diese [neo]kolonialen Verhältnisse kritisieren wir scharf. Nicht die Menschen sind die Probleme, die beseitigt werden müssen, es sind die Fluchtursachen. Die allermeisten Menschen kommen nicht freiwillig, sondern weil ihre Lebensgrundlagen zerstört werden. Der Deal mit der Türkei und die Abschottung Europas an den Außengrenzen forderten 2016 mehr Menschenleben als zuvor, und auch in 2017 wird diese humanitäre Katastrophe weiterbetrieben.

Seit dem ersten internationalen Tag der Rom*nja 1971 erhebt sich der Widerstand gegen Angriffe auf romani Leben und Identitäten und der Internationale Tag der Rom*nja wird gefeiert. Auch in diesem Jahr nehmen wir diesen Tag zum Anlaß, um für eine selbstbestimmte, menschenwürdige Zukunft zu streiten. In Solidarität mit allen Geflüchteten* fordern wir: Take Back the Future!

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PROGRAMM

14:00 Beginn, Begrüssung, Moderation
14:15 Musik: Piri
14:45 Redebeitrag
15:00 Film: The Awakening – Ein Film Von Kenan Emini*
16:00 Musik: Piri/ open stage
16:30 Redebeitrag
16:45 Musik: Piri/ open stage
17:00 Videokonferenz mit Essen und Berlin
18:00 Verabschiedung, Musik, Ende

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http://initiativems.blogsport.de/2017/03/30/08-04-international-roma-day-take-back-the-future/feed/
Vorbereitungsveranstaltung zur Strategiekonferenz http://initiativems.blogsport.de/2016/10/18/vorbereitungsveranstaltung-zur-strategiekonferenz/ http://initiativems.blogsport.de/2016/10/18/vorbereitungsveranstaltung-zur-strategiekonferenz/#comments Mon, 17 Oct 2016 23:18:34 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2016/10/18/vorbereitungsveranstaltung-zur-strategiekonferenz/ 11 Thesen über Kritik an linksradikaler Politik, Organisierung und revolutionärer Praxis
2. November 20 Uhr in der Brücke, Wilmergasse 2

Am 19. November startet in Münster die Strategiekonferenz zur aktuellen Situation der „radikalen Linken“ in Münster. http://lasstunsreden.blogsport.eu/ Dazu wurden verschiedene Leseempfehlungen veröffentlicht, die diese Konferenz vorbereiten sollen.
Seit einiger Zeit kursieren diese Texte bereits und werden vielleicht diskutiert, vielleicht gelesen und vielleicht auch nicht. Zu einem langen und sehr ausführlichen Text wird es nun eine Veranstaltung geben, in der das Kollektiv aus Bremen ihre Veröffentlichung erklärt.
Das Kollektiv aus Bremen hat 11 Thesen über Kritik an linksradikaler Politik, Organisierung und revolutionärer Praxis veröffentlicht.
In ihren Thesen werfen die Bremer unter anderem Fragen nach Organisation, Internationalismus, Revolutionärer Kultur und dem bewussten Bruch mit der bisherigen Praxis der „linksradikalen Szene“ auf.
In ihrem Vortrag wollen Sie ihre 11 Thesen darstellen und erklären, so dass dieses Wissen auf der Strategiekonferenz zwei Wochen später genutzt werden kann für fruchtbare Diskussionen.

Daher laden wir, die antirassistische Initiative sowie die Vorbereitungsgruppe der Strategiekonferenz ein, am 2. November um 20 Uhr in die Brücke zu kommen, um dem Vortrag des Kollektivs aus Bremen zu lauschen.
Der Vortrag soll sich über Spenden finanzieren, so dass Fahrtkosten gedeckt werden können. Übrige Spenden gehen an die Vorbereitungsgruppe der Strategiekonferenz.

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Veranstaltungen: Hinter den Fassaden des Rechtspopulismus http://initiativems.blogsport.de/2016/06/18/veranstaltungen-hinter-den-fassaden-des-rechtspopulismus/ http://initiativems.blogsport.de/2016/06/18/veranstaltungen-hinter-den-fassaden-des-rechtspopulismus/#comments Sat, 18 Jun 2016 18:30:45 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2016/06/18/veranstaltungen-hinter-den-fassaden-des-rechtspopulismus/ ]]>

Di. 05.07.2016 // 19 Uhr // KSHG (Aula), Frauenstr. 3-6
Der autoritäre Charakter
… oder wie mensch Nationalist*in wird.

Die Frage, warum Menschen autoritäre, nationalistische und faschistische Haltungen entwickeln, ist angesichts des gegenwärtigen Rechtsrucks vieler europäischer Staaten von dringlicher Aktualität.
Der Vortrag wird ausgehend von Erich Fromms in den 1930er Jahren entwickelter Theorie des autoritären Charakters und aktueller Ergebnisse der NS-Täterforschung zeigen, welche Mechanismen der Entstehung einer faschistischen Charakterstruktur zugrunde liegen. Es wird gezeigt, dass ohne die gesellschaftlich erzeugte „emotionale Matrix“ des autoritären Charakters weder grundlegende Strukturen des faschistischen Weltbildes noch dessen Wirkmacht und Ausbreitung erklärt werden können. Zugleich thematisiert der Vortrag, in welche Fallen antifaschistische Strategien tappen können, die die sozialpsychologische Ebene faschistischer Akteure nicht in den Blick nehmen.

Referent: Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Uni Oldenburg. Aktuelles Buch: Paradigmen anonymer Herrschaft. Politische Philosophie von Hobbes bis Arendt. Würzburg 2015. Online-Texte unter ww.rote-ruhr-uni.com

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Di. 28.06.2016 // 20 Uhr // KSHG (Forum), Frauenstr.3-6
„Die größte List des Teufels“
Zur Kritik der Verschwörungstheorien und des paranoiden Denkens

Verschwörungsmythen sind fast allgegenwärtig: im Alltag, in der Populärkultur, in der Politik. Ihre Verfechter sind Linke und Rechte, Religiöse und Säkulare, Einzelne oder ganze Gruppen, und so ziemlich alle(s) dazwischen. Sie ‚wissen‘ wer das Wetter kontrolliert, die Fabrik nebenan schließt oder Krankheiten und Krieg in die Welt bringt, warum Elvis noch lebt, das World Trade Center in New York einstürzte oder Herrschaft, Ausbeutung und Leiden unser aller Leben prägen. Obwohl sich Verschwörungsmythen mit unendlich vielen Einzelheiten und Details umgeben, ist ihre Form die Erklärung der Welt aus einem Punkt, und mit klaren, mächtigen, und gerade deshalb verborgenen und bedrohlichen Verantwortlichen. Innerhalb dieser Erklärungsmuster „besteht die größte List des Teufels […] gerade darin, den Glauben zu erwecken, er existiere überhaupt nicht“ (Léon Poliakov).

Die Veranstaltung wird anhand ‚klassischer‘ und aktueller Beispiele von den „Protokollen der Weisen von Zion“ bis zu 9/11 und den sog. „Mahnwachen für den Frieden“ in die Geschichte, Struktur und Funktion von Verschwörungsmythen und des paranoiden Denkens einführen. Zusätzliche Aufmerksamkeit wird dabei deren vielfach gegebenen Zusammenhang mit antisemitischen Ressentiments gewidmet. Im Mittelpunkt wird die Beschaffenheit und innere Verbindung von deren Form der Erklärung der Welt stehen: Warum entfalten Verschwörungsmythen Wirkungsmacht? Und lernen wir aus ihnen etwas über ein konkretes Ereignis, oder doch viel mehr über die Einzelnen und die Gruppen, die sie sich aneignen, und über den Zustand ihrer Gesellschaft?

Flo Hessel (Hamburg) ist Sozialwissenschaftler und Mitglied des Instituts für Sozialtheorie e.V. www.sozialtheorie.de

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Naziaufmarsch in Dortmund verhindern! http://initiativems.blogsport.de/2016/05/30/naziaufmarsch-in-dortmund-verhindern/ http://initiativems.blogsport.de/2016/05/30/naziaufmarsch-in-dortmund-verhindern/#comments Mon, 30 May 2016 20:20:35 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2016/05/30/naziaufmarsch-in-dortmund-verhindern/

weitere Infos unter: https://dortmund.no-tddz.org/aufruf/

Auf nach Dortmund! Es wird eine gemeinsame Anreise aus Münster geben.
Zugtreffpunkt: Samstag, 4.6., 9.15 Uhr, Gleis 17, Hauptbahnhof Münster

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Brandanschlag in Münster – Kundgebung 30.04. http://initiativems.blogsport.de/2016/04/29/brandanschlag-in-muenster-kundgebung-30-04/ http://initiativems.blogsport.de/2016/04/29/brandanschlag-in-muenster-kundgebung-30-04/#comments Fri, 29 Apr 2016 13:21:14 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2016/04/29/brandanschlag-in-muenster-kundgebung-30-04/ Samstag, den 30. April um 10 Uhr an der Marktallee/Ecke Moränenstraße in Münster-Hiltrup
kommt alle!


buendnismuenster.blogsport.eu/2016/04/29/solidaritaet-statt-hass-kundgebung/#more-2061

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Fortsetzung der Veranstaltungsreihe zur Förderung kritischer Blicke auf die aktuellen Asyl- und Migrationsdebatten: http://initiativems.blogsport.de/2016/01/14/fortsetzung-der-veranstaltungsreihe-zur-foerderung-kritischer-blicke-auf-die-aktuellen-asyl-und-migrationsdebatten/ http://initiativems.blogsport.de/2016/01/14/fortsetzung-der-veranstaltungsreihe-zur-foerderung-kritischer-blicke-auf-die-aktuellen-asyl-und-migrationsdebatten/#comments Thu, 14 Jan 2016 19:59:55 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2016/01/14/fortsetzung-der-veranstaltungsreihe-zur-foerderung-kritischer-blicke-auf-die-aktuellen-asyl-und-migrationsdebatten/ REFUGEES WELCOME … ABER AUCH

Mittwoch 27.01.2016 / 20 Uhr / Die Brücke (Wilmergase 2)

„WE ARE HERE AND WE WILL FIGHT“ – SELBSTORGANISIERTE KÄMPFE VON REFUGEES

Geflüchtete werden in der Öffentlichkeit meist als Opfer, als hilfebedürftig und passiv betrachtet und dargestellt. Berichte um das Thema Flucht beinhalten meist nur die deutsche Hilfsbereitschaft gegenüber handlungsunfähigen Objekten. Dabei sind Geflüchtete vielmehr Subjekte, die Ihr Schicksal in die Hand nehmen. Zum Beispiel gab es im August 2015 eine selbstorganisierte Konferenz von Geflüchteten. Auch auf politischer Ebene gibt es eine Reihe von Refugee-Selbstorganisationen, die hier in Deutschland für ihre elementaren Rechte kämpfen. „Women in Exile“ werden ihre eigene Kritik an der deutschen und europäischen Asylpolitik vorbringen und über selbstorganisierte Kämpfe von Geflüchteten berichten.

Referent_in: Women in Exile aus Berlin

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Donnerstag 04.02.2016 / 20Uhr / Die Brücke (Wilmergasse 2)

RASSISTISCHE MOBILISIERUNGEN – ZURÜCK IN DIE 90ER JAHRE?

Mit der Zunahme von internationalen Krisen und Kriegen steigen in
Deutschland wieder die Zahlen von Menschen, die Asyl suchen. Damit
einher geht ebenso ein Anstieg von rassistischen Angriffen und
Übergriffen auf Unterkünfte für Geflüchtete. Auch Brandanschläge wie in Tröglitz nehmen zu. In vielen Texten werden daher Vergleiche zu Pogromen Anfang der 90er Jahre in Deutschland wie in Hoyerswerda oder
Rostock gezogen. Doch ist dieser Vergleich gerechtfertigt? In der
Veranstaltung sollen anhand von Dokumentationen und Videos Unterschiede und Gemeinsamkeiten diskutiert werden.

Referent_innen: Rassismus tötet, Leipzig

veranstaltet in Kooperation mit der Emanzipatorischen Antifa Münster (EAM)

Hintergrund zur Veranstaltungsreihe:

Solidarität und Hilfsbereitschaft für Geflüchtete sind im Sommer 2015 in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Selbst die Politik schloss sich zeitweilig auf symbolischer Ebene der Willkommenskultur an. Während Ehrenamtliche alle Hände voll zu tun haben, die ankommenden Geflüchteten mit dem Nötigsten zu versorgen, nutzt die Bundesregierung jedoch die Situation und führt ihren harten Kurs in der Asylpolitik fort: der Grenzschutz wird ausgebaut, Gesetze werden verschärft und Grundrechte massiv eingeschränkt. Und das alles im Eiltempo, ohne nennenswerte Diskussion, schließlich sei der Handlungsbedarf enorm.
Innerhalb von wenigen Monate hat sich die öffentliche Meinung deutlich verschoben: Die Rufe nach Beschränkung des Asylrechts und weiteren Grundrechten werden immer lauter. Kritische Stimmen, die schon im Sommer 2015 in den Debatten kaum Beachtung fanden, werden nun noch weniger wahrgenommen.
Mit der Veranstaltungsreihe wollen wir kritischen Stimmen einen Raum geben, um den Blick auf einige Aspekte lenken, die in unseren Augen untergehen. Auch wollen wir einer wachsenden gesellschaftlichen Stimmung, die sich gegen Geflüchtete richtet, entgegenwirken.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von der antirassistischen
initiative Münster und der Gruppe Grenzfrei. Sie wird unterstützt durch den AStA der Uni Münter, den AStA der FH Münster sowie dem Projekt Cafe Weltwärts.

http://www.grenzfrei.org
http://initiativems.blogsport.de/

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OURY JALLOH – Das war MORD! http://initiativems.blogsport.de/2016/01/05/oury-jalloh-das-war-mord/ http://initiativems.blogsport.de/2016/01/05/oury-jalloh-das-war-mord/#comments Tue, 05 Jan 2016 14:17:32 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2016/01/05/oury-jalloh-das-war-mord/ Kundgebung am 07.01.2016
ab 17.30 Uhr Stadthaus I (Klemensstr.), Münster

Auch elf Jahre nach dem Tod des Geflüchteten Oury Jalloh in der Dessauer Polizeistelle sind die Todesumstände nicht geklärt. Vieles spricht weiterhin dafür, dass Oury Jalloh ermordet und in diesem Fall einiges vertuscht wurde.

Den 11. Jahrestag des Todes von Oury Jalloh nehmen wir daher zum Anlass für eine Kundgebung, um unsere Forderung nach vollständiger Aufklärung in die Öffentlichkeit zu tragen.

Oury Jalloh – ein Geflüchteter, der mit einer Duldung in Deutschland lebte – verbrannte am 7. Januar 2005 in Zelle 5 des Polizeireviers Dessau bei lebendigem Leib. Er war an Armen und Beinen auf einer feuerfesten Matratze gefesselt. Polizei und Justiz behaupten dennoch, er habe sich selbst mit einem Feuerzeug in Brand gesteckt. Dabei wird diese Version durch zahlreiche Fakten widerlegt.

Die bisherigen Ermittlungen und zwei Gerichtsverfahren waren geprägt von Beweismitteln, die zahlreich verschwanden, und von Polizeibeamt_innen, die sich als Zeug_innen nicht erinnern konnten oder wollten oder die sich gegenseitig deckten, sich absprachen und logen. Gericht und Staatsanwaltschaft weigerten sich, überhaupt in eine andere Richtung, als Oury Jalloh habe sich selbst angezündet, ermitteln zu lassen. Schließlich wurde 2012 lediglich der verantwortliche Dienstleiter Andreas S. zu einer Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen verurteilt. Er wurde verurteilt, weil er die Zelle nicht ausreichend überwachen ließ und den Feueralarm ignorierte und sogar ausschaltete.

Wir fordern weitere Aufklärung, denn es bleiben zu viele offene Fragen, Ungereimtheiten, Lügen und verschwundene Beweismittel. Rätsel gibt z.B. ein plötzlich aufgetauchtes Feuerzeug auf, mit dem Oury Jalloh sich angezündet haben soll. Dieses wurde aber weder bei der vorherigen Personendurchsuchung, noch nach dem Brand am Tatort gefunden und es haften ihm keinerlei Spuren von Oury Jalloh oder dem Tatort an. Ebenfalls ist die Selbstentzündungs-Hypothese nicht mit dem starken Brand in der Zelle in Einklang zu bringen. Ein unabhängiges Gutachten von internationalen Expert_innen der Brandforensik, Toxologie und medizinischer Forensik kommt daher im Oktober 2015 zu dem Schluss, dass es „wahrscheinlicher [sei], dass eine dritte Person das Feuer entzündet hat – entweder durch Zerstörung und unmittelbare Entzündung der Matratze an verschiedenen Stellen oder unter Verwendung von Brandbeschleuniger“.

Der Tod von Oury Jalloh ist ein Skandal. Dass staatliche Behörden sich weigern, den Fall aufzuklären ist ebenfalls ein Skandal. Wir werden keine Ruhe geben!

weitere Infos unter.
https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

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http://initiativems.blogsport.de/2016/01/05/oury-jalloh-das-war-mord/feed/
Veranstaltungsreihe zur Förderung kritischer Blicke auf die aktuelle Asyl- und Migrationsdebatte: http://initiativems.blogsport.de/2015/11/13/veranstaltungsreihe-zur-foerderung-kritischer-blicke-auf-die-aktuelle-asyl-und-migrationsdebatte/ http://initiativems.blogsport.de/2015/11/13/veranstaltungsreihe-zur-foerderung-kritischer-blicke-auf-die-aktuelle-asyl-und-migrationsdebatte/#comments Fri, 13 Nov 2015 20:36:30 +0000 Administrator Allgemein http://initiativems.blogsport.de/2015/11/13/veranstaltungsreihe-zur-foerderung-kritischer-blicke-auf-die-aktuelle-asyl-und-migrationsdebatte/ DIENSTAG 01. DEZEMBER 2015 20 Uhr, Aula der KSHG, Frauenstraße 3-6 VON WEGEN WILLKOMMENSKULTUR … ABSCHIEBEHAFT IN DEUTSCHLAND Referent: Frank Gockel von der Gruppe „Ausbrechen" (Paderborn) sowie von „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft" (Büren) ***************************************************************** MONTAG 07. DEZEMBER 2015 20 Uhr, Stadtbücherei, Zeitungslesesaal, Alter Steinweg 11 AUSGRENZEN, AUSSCHLIEßEN, AUSHUNGERN – DIE NEUEN INSTRUMENTE DER GRENZSICHERUNG Referent: Claudius Voigt, GGUA Flüchtlingshilfe (Münster) ************************************************************** MITTWOCH 16. DEZEMBER 2015 20 Uhr, Aula der KSHG, Frauenstraße 3-6 VON DER WILLKOMMENSKULTUR ZUR NOTSTANDSSTIMMUNG. DER FLUCHTDISKURS IN DEUTSCHEN LEITMEDIEN Referentin: Regina Wamper, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) ************************************************************* VORSCHAU JANUAR 2016 RASSISTISCHE MOBILISIERUNGEN – ZURÜCK IN DIE 90ER JAHRE? Referent_innen: Rassismus tötet, Leipzig "WE ARE HERE AND WE WILL FIGHT" - SELBSTORGANISIERTE KÄMPFE VON REFUGEES Referentin: Women in Exile ]]> DIENSTAG 01. DEZEMBER 2015
20 Uhr, Aula der KSHG, Frauenstraße 3-6
VON WEGEN WILLKOMMENSKULTUR … ABSCHIEBEHAFT IN DEUTSCHLAND
Referent: Frank Gockel von der Gruppe „Ausbrechen“ (Paderborn) sowie von
„Hilfe für Menschen in Abschiebehaft“ (Büren)

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MONTAG 07. DEZEMBER 2015

20 Uhr, Stadtbücherei, Zeitungslesesaal, Alter Steinweg 11
AUSGRENZEN, AUSSCHLIEßEN, AUSHUNGERN – DIE NEUEN INSTRUMENTE DER
GRENZSICHERUNG

Referent: Claudius Voigt, GGUA Flüchtlingshilfe (Münster)

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MITTWOCH 16. DEZEMBER 2015
20 Uhr, Aula der KSHG, Frauenstraße 3-6
VON DER WILLKOMMENSKULTUR ZUR NOTSTANDSSTIMMUNG. DER FLUCHTDISKURS IN DEUTSCHEN LEITMEDIEN
Referentin: Regina Wamper, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

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VORSCHAU JANUAR 2016

RASSISTISCHE MOBILISIERUNGEN – ZURÜCK IN DIE 90ER JAHRE?
Referent_innen: Rassismus tötet, Leipzig

„WE ARE HERE AND WE WILL FIGHT“ – SELBSTORGANISIERTE KÄMPFE VON REFUGEES
Referentin: Women in Exile


REFUGEES WELCOME … ABER AUCH

Solidarität und Hilfsbereitschaft für Geflüchtete sind in der Mitte der
Gesellschaft angekommen. Selbst die Politik schloss sich zeitweilig auf
symbolischer Ebene der Willkommenskultur an. Während Ehrenamtliche alle
Hände voll zu tun haben, die ankommenden Geflüchteten mit dem Nötigsten
zu versorgen, nutzt die Bundesregierung jedoch die Situation und führt
ihren harten Kurs in der Asylpolitik fort: der Grenzschutz wird
ausgebaut, Gesetze werden verschärft und Grundrechte massiv
eingeschränkt. Und das alles im Eiltempo, ohne nennenswerte Diskussion,
schließlich sei der Handlungsbedarf enorm. Kritische Stimmen finden im
aktuellen Diskurs kaum Beachtung. Mit der Veranstaltungsreihe wollen wir
daher kritischen Stimmen einen Raum geben und den Blick auf einige
Aspekte lenken, die in unseren Augen derzeit untergehen.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von der antirassistischen
initiative Münster und der Gruppe Grenzfrei. Sie wird unterstützt durch
den AStA der Uni Münter, den AStA der FH Münster sowie dem Projekt Cafe
Weltwärts.


DIENSTAG 01. DEZEMBER 2015

20 Uhr, Aula der KSHG, Frauenstraße 3-6

VON WEGEN WILLKOMMENSKULTUR … ABSCHIEBEHAFT IN DEUTSCHLAND

Im Juli diesen Jahres wurde das Gesetzespaket „Neubestimmung des
Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ beschlossen, das unter
anderem die Möglichkeit für eine erhebliche Ausweitung der Abschiebehaft
umfasst. Wurden in den vorherigen Jahren immer weniger Menschen in
Abschiebehaft genommen, weil zum einen die Zahl der Geflüchteten niedrig
war und zum andern selbst der Europäische Gerichtshof sowie der
Bundesgerichtshof die bisherige Praxis als rechtswidrig einstufte, ist
nun eine Renaissance der Abschiebehaft zu befürchten. So wurde bspw. das
Abschiebegefängnis in Büren bei Paderborn, der geschlossen werden
mussten, bereits wieder eröffnet. Frank Gockel, der sich sowohl
politisch gegen den Knast in Büren engagiert als auch Gefangene dort
besucht und unterstützt, wird über die Entwicklungen der Abschiebehaft
und welche Folgen durch die Asylrechtsverschärfungen zu erwarten sind
berichten. Ebenso wird er einen Eindruck davon vermitteln, wie der
Alltag für die Betroffenen im Abschiebegefängnis aussieht. Eine Frage,
die wir uns schließlich alle stellen und diskutieren sollten, ist wie
wir künftig Abschiebungen verhindern können, wenn die Betroffenen
mehrheitlich im Gefängnis sitzen.  

Referent: Frank Gockel von der Gruppe „Ausbrechen“ (Paderborn) sowie von
„Hilfe für Menschen in Abschiebehaft“ (Büren)

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 MONTAG 07. DEZEMBER 2015

20 Uhr, Stadtbücherei, Zeitungslesesaal, Alter Steinweg 11

AUSGRENZEN, AUSSCHLIEßEN, AUSHUNGERN – DIE NEUEN INSTRUMENTE DER
GRENZSICHERUNG

Die Grenzen der Festung Europa haben Risse bekommen. Sie  sind nicht
mehr standhaft genug, um Menschen daran zu hindern nach Europa zu
gelangen. Während einige europäische Staaten darauf reagieren indem sie
Grenzzäune hochziehen, versucht Deutschland die Durchlässigkeit der
Grenzen auch mit anderen Mitteln zu begegnen. Claudius Voigt von der
GGUA Flüchtlingshilfe wird im konkreten verdeutlichen, wie durch die
neuesten Verschärfungen des Asylrechts eine Migrationskontrolle auch
mittels faktischen Arbeitsverbot, Sozialleistungsentzug und stark
eingeschränkter Freizügigkeit funktionieren kann. Die
Migrationssteuerung durch soziale und gesellschaftliche Ausgrenzung von
Geflüchteten und Migrant_innen folgt dabei ökonomischen
Nützlichkeitserwägungen.

Referent: Claudius Voigt, GGUA Flüchtlingshilfe (Münster)

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 MITTWOCH 16. DEZEMBER 2015

20 Uhr, Aula der KSHG, Frauenstraße 3-6

VON DER WILLKOMMENSKULTUR ZUR NOTSTANDSSTIMMUNG. DER FLUCHTDISKURS IN
DEUTSCHEN LEITMEDIEN

Ströme, Fluten, Invasionen. Auch 2015 bedienen deutsche Leitmedien
Bilder von Flucht und Migration, die dazu geeignet sind, weitere
Entrechtungen von Geflüchteten zu legitimieren. Wie korrespondiert der
mediale Diskurs mit dem der politischen Eliten? Wie hängt dies mit
rassistischen Mobilisierungen nicht nur in Sachsen zusammen? Warum
sprechen alle von einer Flüchtlingskrise und nicht etwa von einer
Rassismuskrise? Diesen Fragen wird in dem Vortrag nachgegangen.

Referentin: Regina Wamper, Duisburger Institut für Sprach- und
Sozialforschung (DISS)

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VORSCHAU JANUAR 2016
Achtet auf weitere Ankündigungen!


RASSISTISCHE MOBILISIERUNGEN – ZURÜCK IN DIE 90ER JAHRE?

Mit der Zunahme von internationalen Krisen und Kriegen steigen in
Deutschland wieder die Zahlen von Menschen, die Asyl suchen. Damit
einher geht ebenso ein Anstieg von rassistischen Angriffen und
Übergriffen auf Unterkünfte für Geflüchtete. Auch Brandanschläge wie in
Tröglitz nehmen zu. In vielen Texten werden daher Vergleiche zu den
Pogromen Anfang der 90er Jahre in Deutschland wie in Hoyerswerda oder
Rostock gezogen. Doch ist dieser Vergleich gerechtfertigt? In der
Veranstaltung sollen anhand von Dokumentationen und Videos Unterschiede
und Gemeinsamkeiten diskutiert werden.

Referent_innen: Rassismus tötet, Leipzig


„WE ARE HERE AND WE WILL FIGHT“ –  
SELBSTORGANISIERTE KÄMPFE VON REFUGEES

Geflüchtete werden in der Öffentlichkeit meist als Opfer, als
hilfebedürftig und passiv betrachtet. Dabei sind sie vielmehr Subjekte,
die Ihr Schicksal in die Hand nehmen. Auch auf politischer Ebene gibt es
eine Reihe von Refugee-Selbstorganisationen, die hier in Deutschland für
ihre elementaren Rechte kämpfen. „Women in Exile“ werden ihre eigene
Kritik an der deutschen und europäischen Asylpolitik vorbringen und über
selbstorganisierte Kämpfe von Geflüchteten berichten.

Referentin: Women in Exile

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